Wasserverband Bersenbrück ruft zum Wassersparen auf

Kein Trinkwasser zum Rasensprengen und für Pool-Befüllungen

Bersenbrück.Trotz der regionalen Niederschläge in den vergangenen Wochen sind die Trinkwasserabgaben des Verbandes auch im ersten Halbjahr 2020 weiter angestiegen. „Insbesondere das Frühjahr war extrem trocken und der Trinkwasserverbrauch zu hoch. Wir befinden uns in einer angespannten Situation. Dass die Grundwasserstände nicht weiter abgesunken sind, haben wir nur dem Regen im Juni und Juli zu verdanken. Allerdings ist das Grundwasser aufgrund der Trockenjahre 2018 und 2019 immer noch sehr niedrig. Zudem steht uns als Versorger nicht mehr als die vom Landkreis Osnabrück bewilligte Trinkwassermenge zur Verfügung. Die Wasserabnahmen durch die Bevölkerung steigen jedoch deutlich und wir laufen derzeit Gefahr, dass eine offizielle Anordnung zum Trinkwassersparen notwendig wird“, erklärte der Geschäftsführer des Wasserverbandes Bersenbrück, Ralph-Erik Schaffert. In diesem Jahr hat auch der Urlaub im heimischen Garten aufgrund der Pandemie den Wasserbedarf steigen lassen. Erholung und Erfrischung werden verständlicherweise vermehrt im eigenen Pool gesucht. Nichtsdestotrotz muss bei der Trinkwassernutzung ein Umdenken stattfinden.   

„ Als Versorger sind wir dem Schutz der Grundwasserressource verpflichtet und die ist ähnlich wie ein Bankkonto, es kann nicht mehr abgehoben werden als eingezahlt wird und eine Überziehung ist in der Natur nicht vorgesehen. Wir befinden uns in der Situation, in der mehr Wasser abgenommen wird als durch Niederschlag zurückfließt. Nur durch unser Verhalten können wir dazu beitragen, die Ressourcen dauerhaft zu schonen“, verdeutlichte Schaffert. Der Verband appelliert deshalb erneut an die Bevölkerung, achtsam mit Trinkwasser umzugehen und Verschwendung zu vermeiden. „Eine wesentliche Rolle für hohe Abgaben spielen die Gartenbewässerung und die Befüllung von größeren Pools mit Leitungswasser. Ein Rasensprenger verteilt in einer Stunde bis zu 800 Liter kostbarstes Trinkwasser. In Zeiten des Klimawandels mit Trockenperioden und Starkregenfällen ist eine große Regentonne nicht nur als Wasserspeicher für die Gartenbewässerung zu empfehlen. Sie reduziert durch ihre Speicherfunktion auch die Abflussmengen und hilft Überschwemmungen zu vermeiden“, so Schaffert.  

 

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