20.03.2018 Wasserverband Bersenbrück investiert in Regenrückhalt

Neues Regenrückhaltebecken gegen Starkregen gerüstet

Fürstenau. Niederschlagswasser sollte möglichst an Ort und Stelle versickern können. Die Versickerung dient der Grundwasserneubildung. Eine komplette Versickerung ist oft nicht umzusetzen, weil beispielsweise keine versickerungsfähigen Bodenschichten vorhanden sind oder der Grundwasserstand zu hoch ist. Kanäle und Regenrückhaltebecken sind deshalb die wichtigsten Bestandteile eines gut funktionierenden Abwassersystems.

Im Neubaugebiet in Fürstenau in unmittelbarer Nähe zur bereits erschlossenen Wohnsiedlung „Östlich Konrad-Adenauer-Straße“ wird derzeit ein vorhandener offener Graben als Trockenbecken umgestaltet. Ergänzt durch den Bau von zwei weiteren Becken, wird für das gesamte Neubaugebiet ein umfassendes Entwässerungskonzept umgesetzt. Moderne Regenkanäle, ein neues Drosselbauwerk und die Regenrückhaltebecken sorgen in diesem Wohngebiet zukünftig für die Entwässerung sowie die gesteuerte Weiterleitung des anfallenden Regenwassers. Einen wichtigen ökologischen Effekt hat die Tauchwand im zusätzlich geplanten Drosselbauwerk. Sie sorgt dafür, dass Leichtflüssigkeiten wie beispielsweise Öle zurückgehalten werden und nicht ungebremst in die Gewässer gelangen können.

Da sich in unmittelbarer Nähe des Regenrückhaltebeckens kein Bach befindet, der als natürlicher sogenannter Vorfluter das Niederschlagswasser aufnehmen kann, gelangt das Wasser aus dem Ablauf- und Drosselbauwerk in vorhandene Gräben und in die bestehende Regenwasserkanalisation der Ettenfelder Straße.

Zwischen den noch im Bau befindlichen Regenrückhaltebecken wird ein unbefestigter Fuß- und Radweg das gesamte Gebiet miteinander verbinden. Insgesamt kann durch das neue Entwässerungskonzept ein Volumen von 1253 Kubikmeter Regenwasser auf genommen werden.