08.07.2019 Belebungsbecken der Kläranlage Neuenkirchen saniert

Neue Belüfterkerzen reduzieren den Energieverbrauch

Neuenkirchen. Ein Belebungsbecken bildet das Kernstück jeder Abwasserreinigung. Unzählige Mikroorganismen, wie beispielsweise Bakterien, die als Belebtschlamm bezeichnet werden, reinigen das Abwasser von Kohlenstoff-, Stickstoff- und Phosphorverbindungen. Dabei handelt es sich um einen natürlichen Reinigungsprozess, der ähnlich wie in einem Fließgewässer stattfindet. Im Belebungsbecken läuft dieser Prozess allerdings viel intensiver, konzentrierter und schneller ab. Der biologische Reinigungsprozess benötigt sehr viel Sauerstoff. Um Sauerstoff in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen, wird Druckluft über ein Belüftungssystem in Form von feinen Bläschen in die Belebungsbecken eingebracht. Zurzeit wird eines der beiden Belebungsbecken der Kläranlage Neuenkirchen von Grund auf saniert. Nach den positiven Erfahrungen auf der Kläranlage Bersenbrück wird auch in Neuenkirchen ein energiesparendes Belüftungssystem im Belebungsbecken eingebaut. Zuvor musste das Becken vollständig geleert, frei geräumt und gesäubert werden. Gemeinsam mit einer Fachfirma wechseln die Mitarbeiter des Wasserverbandes Bersenbrück die alten Belüfterkerzen gegen eine neue und länger ausgelegte Generation. Durch die neuen Belüfterkerzen verbessert sich der notwendige Sauerstoffeintrag. Hinzu kommt, dass die benötigte Sauerstoffmenge für das Belebungsbecken auch deutlich schneller und mit einem geringeren Energieeinsatz erreicht wird. Insgesamt hat sich die Schmutzwasserbelastung für die Kläranlage Neuenkirchen seit der Inbetriebnahme der Abwasservorbehandlung eines ansässigen Industriebetriebes bereits verringert. Durch die Verringerung der Schmutzwasserfracht und die Sanierung des Belüftungssystems ist geplant, das zweite Belebungsbecken mittelfristig außer Betrieb zu nehmen.