13.03.2019 Raus in die Natur

Lebensnaher Unterricht für den Grundwasserschutz

Ohrte. Erst die Theorie und dann die Praxis. Voller Energie und Tatkraft legten sich die Schülerinnen und Schüler der Goode Weg Schule, der IGS-Fürstenau, der Marienschule, der Grundschule Rieste und der Von-Ravensberg-Schule nach einem Exkurs im Wasserwerk Ohrte für Klima- und Grundwasserschutz ins Zeug. Die Grundlagen für den sorgsamen Umgang mit Trinkwasser sollten frühzeitig gelegt werden. Das bedeute, gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen das Wasser als kostbare Ressource auch außerhalb des Schulbuches in den Blick nehmen, so die begleitenden Lehrerinnen und Lehrer. Insgesamt 6000 Buchen und Eichen pflanzten zehn Klassen im Rahmen des Umweltbildungsangebotes „Wald und Wasser“. „Die Umweltbildung fängt immer mit den eigenen Naturerfahrungen an. Wer für Pflanzen, Tier und ökologische Zusammenhänge sensibilisiert wird, kann Werte besser einschätzen und Verantwortung übernehmen“, verdeutlichte Förster und Umweltpädagoge Horst Wieting.

„Ein bunter Laubwald bietet zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum und prägt das Landschaftsbild. Für die Grundwasser-Ressourcen haben wir dort die geringsten Belastungen durch unerwünschte Stoffe und somit die beste Qualität. Der Wald ist sowohl für gutes Grundwasser als auch für den Kohlendioxidabbau ein hervorragender Garant“, so Wieting. „Um die Lebensgrundlagen und die Lebenschancen der Menschen dauerhaft zu sichern, müssen wir bei heutigen Entscheidungen stets auch schon das Morgen im Blick haben.

Deshalb ist es wichtig, dass wir der Jugend ausreichende Möglichkeiten bieten, die Wechselwirkungen von ökologischen und ökonomischen Aspekten nachvollziehen zu können. Mit unserem praxisnahen Projekt ermöglichen wir ein grünes Klassenzimmer im besten Sinne“, erläuterte Ralph-Erik Schaffert, Geschäftsführer Wasserverband Bersenbrück.

Interessierte Schulklassen können sich im Herbst für die kommenden Termine mit dem Forstamt oder dem Wasserverband in Verbindung setzen.