22.04.2020 Brunnen in Engter saniert

Inlinerverfahren ermöglichte schnelle Wiederherstellung

Engter. Nach 55 Jahren im Dauereinsatz und der damit einhergehenden Materialermüdung  musste einer von vier Brunnen in Engter umfangreich saniert werden. Durch einen Teileinbruch im oberen Drittel des 80 Meter tiefen Brunnen  hatten sich Schwebstoffe und Sand im sogenannten Sumpfrohr der Brunnenpumpe abgelagert. Das Sumpfrohr hat eine Länge von zwei Metern und befindet sich am tiefsten Punkt des Brunnens. Grundsätzlich dient es zur Aufnahme von Feststoffen, die im normalen Förderbetrieb über das angesaugte Wasser der Pumpe in den Brunnen gelangen und sich dann dort ablagern. Sie werden bei Wartungsarbeiten regelmäßig entfernt.  

Durch den Einbruch in einem Teilstück des Filterrohres waren diese zwei Meter sowie weitere sechs Meter,  in das Filterrohr hineinragend, mit Abbruchmaterial komplett aufgefüllt. Das behinderte die Grundwasserförderung und gefährdete den gesamten Aufbau des Brunnens. Zur Versorgung der Bevölkerung können über den Brunnen im Normalbetrieb 30 Kubikmeter Wasser pro Stunde gefördert werden.

Mechanisch mit Bürsten und über das Lufthebeverfahren, konnte der Brunnen nun gereinigt und von Sand sowie von Feststoffen befreit werden. Die vorhandene Leckage wurde im Anschluss im Inlinerverfahren behoben. Ein Kran brachte dabei in das bereits vorhandene Filterrohr ein Edelstahlrohr in den Brunnen ein. Dadurch war es möglich, die Einbruchstelle zu verschließen und den Brunnenaufbau dauerhaft zu sichern. Damit die Elektropumpe zur Wasserförderung noch eingeführt werden konnte, durfte bei der Aktion kein Platz vergeudet werden. Nach knapp anderthalb Wochen war die gesamte Prozedur geschafft und der Brunnen wieder im Betrieb. „Da die  vier Brunnen für das Wasserwerk Engter alle baugleich aus dem Jahr 1965 stammen, werden wir in den kommenden Monaten für die drei anderen Brunnenanlagen eine Materialüberprüfung durchführen und sie gegebenenfalls ebenfalls sanieren“, erläuterte Reinhard Wessling vom Wasserverband Bersenbrück.