Natürlich Grundwasser

Ausschließlich aus Grundwasservorkommen wird das vom Verband geförderte Trinkwasser gewonnen. Für das Lebensmittel Nr. 1 gelten strenge Vorschriften, die in der Trinkwasserverordnung (kurz TrinkwV) festgelegt sind. Sie enthält Grenzwerte für mehr als 150 einzelne Stoffe. Die Einhaltung dieser Grenzwerte wird streng überwacht. Denn das Trinkwasser muss immer so beschaffen sein, dass es bei einem lebenslangen Genuss die Gesundheit eines Menschen in keiner Weise beeinträchtigen kann. Trinkwasser soll appetitlich sein. Es muss farblos, klar, kühl und vom Geruch und Geschmack her einwandfrei sein.

Die Frage nach Nitrat

Nitrat ist ein natürlicher Bestandteil im Boden. Es entsteht durch den Abbau organischer Substanzen wie Kompost, Stroh oder Humus oder gelangt durch Mineraldünger oder Gülle ins Erdreich. Einen Teil des Nitrates nehmen sich die Pflanzen für ihr Wachstum. Die Reste wandern beispielsweise nach starkem Regenfall weiter in tiefere Bodenschichten und können dann auch ins Grundwasser gelangen, da sich Nitrat sehr leicht in Wasser löst. Der Mensch nimmt täglich durch Obst, Gemüse, gepökeltes Fleisch und Wasser Nitrat auf. In gewissen Mengen ist das auch nicht gesundheitsschädlich. Bei Einhaltung des Grenzwertes von 50 mg/l sind für Säuglinge keine negativen Folgen durch den Genuß von Trinkwasser zu erwarten. Die durch Gemüse aufgenommene Nitratmenge liegt häufig deutlich höher.

Die Sache mit dem Chlor

Aufgrund der immer wieder auftretenden Keimbelastung des Rohwassers, wird das Reinwasser in Engter nach der Auflage des Gesundheitsamtes mit Chlordioxid desinfiziert. Chlordioxid hat eine gute Entkeimungswirkung und im Gegensatz zur Chlorung bilden sich keine geschmacksbeeinträchtigende Chlorphenole. Die Dosiermenge in Engter liegt mit rund 0,06 mg/l deutlich unter dem erlaubten Wert von 0,2 mg/l.

Gutes und regionales Trinkwasser für die Säuglingsnahrung

Für die Ernährung eines Säuglinges ist die Qualität des Trinkwassers von ganz besonderem Interesse. Die Sicherheit aller Verbraucher und insbesondere der Schutz der Säuglinge gilt deshalb die allerhöchste Priorität bei der öffentlichen Trinkwasserversorgung in Deutschland. Zum Schutz vor Schadstoffen gelten in der Trinkwasserverordnung strenge Grenzwerte. Diese sind so niedrig, dass die Belastung der Menschen mit nahrungsbedingten Schadstoffen in erster Linie über Lebensmittel erfolgt und nicht über das Trinkwasser. Der Grenzwert der Trinkwasserverordnung für Nitrat liegt bei 50 Milligramm und für Nitrit bei 0,1 Milligramm je Liter. Das vom Wasserverband Bersenbrück gelieferte Trinkwasser unterschreitet diese Grenzen deutlich. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick der aktuellen Werte.

Nitrat- und Nitritwerte im Überblick

Werte für Natrium Nitrat Nitrit Fluorid Härte
Grenzwerte nach TVO (Trinkwasserverordnung) 150 mg/l 50 mg/l 0,1 mg/l 1,5 mg/l  
WW Ahausen 15,9 mg/l 2,0 mg/l <0,01mg/l < 0,15 mg/l weich
WW Plaggenschale 10,6 mg/l 1,7 mg/l <0,01mg/l < 0,15 mg/l mittel
WW Ohrte 12,7 mg/l 1,5 mg/l <0,01mg/l < 0,15 mg/l weich
WW Engter/ Engter-Niewedde 17,4 mg/l 26mg/l <0,01mg/l < 0,15 mg/l hart
WW Fürstenau 12,1 mg/l 8,5 mg/l <0,01mg/l < 0,15 mg/l weich