13.07.2022 Neues Regenrückhaltebecken für Baugebiet Gosepark

Drosselbauwerk und vergrößerter Regenkanal fertiggestellt
Alfhausen. Um gegen Trockenheit und Starkregen gewappnet zu sein, sind im Baugebiet Gosepark umfassende Maßnahmen zur Bewirtschaftung des Regenwassers notwendig. „Regenwasser ist eine wichtige Ressource. Aus diesem Grund werden für Neubaugebiete an das Klima angepasste Baupläne erstellt. So gehören im Gosepark beispielsweise Regenwasserzisternen und auf Stellflächen die Verwendung wasserdurchlässiger Materialien zu den baulichen Vorgaben. Bei der gesamten Oberflächenentwässerung müssen wir als Ver- und Entsorger allerdings immer auch extreme Regenereignisse zugrunde legen. In Alfhausen haben wir für der Bemessung ein Regenereignis mit einer statistischen Häufigkeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Zudem haben wir für das Baugebiet aktuell ein 10 Tonnen schweres Betonbauwerk in das neue Regenrückhaltebecken eingebunden. Das Drosselbauwerk reguliert die Weiterleitung des Oberflächenwassers in das Kanalsystem und dann in den Alfhauser Dorfgraben“, erläutert Projektleiterin Johanna Müller. Insgesamt 1800 Kubikmeter Regenwasser können im Rückhaltebecken aufgefangen und zwischengespeichert werden. „Über das Drosselbauwerk wird der Abfluss des Niederschlags dann reduziert in das nächste Gewässer eingeleitet. Dadurch vermeidet man eine Überlastung des Alfhauser Dorfgrabens“, erklärt Johanna Müller. Vergrößert wurde auch der Kanal an der Eduard Sudendorf Straße von 300 Millimeter auf einen Durchmesser von 700 Millimeter. Die Erweiterung des Kanals dient zusätzlich der Sicherheit bei unvorhersehbarem Starkregen.
Das Regenrückhaltebecken ist zudem nicht nur als rein technisches Bauwerk geplant. Bepflanzt mit heimischen Bäumen und Sträuchern und ausgestattet mit einer Sitzecke, wird hier zukünftig ein kleiner Dorfteich entstehen. Die zusätzliche Ansaat von Blühstreifen am Becken dient dem Insektenschutz und der ökologischen Vielfalt und unterstützt ökologische Lösungen zum Artenschutz.