28.02.2022 Neues Drosselbauwerk dient auch dem Hochwasserschutz

50 Tonnen schwere Anlage an der Niedersachsenstraße verbaut
Quakenbrück. Saubere Gewässer, bessere Grundwasserneubildung, weniger Überflutungen und der Schutz von Natur und Umwelt - es gibt viele Gründe, Regenwasser vor Ort zu bewirtschaften. Für die Zusammenführung und die dann gedrosselte Ableitung von Regenwasser des Grundleiters und des Quakenbrücker Rückleiters wurde deshalb in der Niedersachenstraße ein 50 Tonnen schweres neues Drosselbauwerk errichtet. Geschützt wird dadurch ein ökologisch wertvolles Gewässer, der Lechterke Rückleiter. Bei Starkregen kann diesem FFH-Gewässer das Wasser zum Schutz in verminderter Menge zugeführt werden. Zur Regulierung der Wasserstände wurde außerdem ein zusätzlicher Schieber integriert. Zudem dient die neue Anlage auch dem Hochwasserschutz. Das neue Drosselbauwerk ist ein wichtiger Teil zur Umsetzung des gesamten Entwässerungsplans für den südwestlichen Stadtbereich von Quakenbrück. Mit Blick auf die Anforderungen zur Anpassung an die veränderten klimatischen Bedingungen haben die Stadt und der Wasserverband Bersenbrück gemeinsam mit der Unteren Wasserbehörde des Landkreises und einem Planungsbüro das Konzept erarbeitet. „Das Management für die Oberflächenentwässerung ist in Quakenbrück anspruchsvoll. Wir haben hier zahlreiche Gewässer sowie einen hohen Grundwasserstand. Dadurch muss die Stadt mit präventiven Maßnahmen vor Überschwemmungen und Hochwasser besonders geschützt werden“, verdeutlicht Projektleiter Markus Mönsters. Im Maßnahmenplan ist außerdem der Einbau eines Notüberlaufes in ein weiteres Nebengewässer vorgesehen. Er dient als Zwischenspeicher für große Wassermengen, die dann bei Bedarf in angrenzende Gewässer abgeleitet werden können.