Neue Rohwasserleitung von Fürstenau nach Ohrte wirtschaftlich vorteilhaft
Fürstenau/Ohrte. Anfang September 2025 fiel der Startschuss für die Verlegung der neuen Rohwasserleitung von den Brunnen in Fürstenau zum Wasserwerk Ohrte. Die Leitung wird insgesamt rund sechs Kilometer lang und hat einen Außendurchmesser von 400 Millimetern. Sie verläuft parallel zur bereits verlegten Haupttransportleitung für Trinkwasser. Zukünftig soll das Rohwasser aus Fürstenau im Wasserwerk Ohrte aufbereitet werden. Das Wasserwerk Fürstenau dient dann nur noch als Pumpstation. Die neue Rohwasserleitung spart viel Geld, weil kein neues Wasserwerk in Fürstenau gebaut werden muss und dadurch notwendige Investitionskosten für einen Neubau entfallen.
Der erste Bauabschnitt von zwei Kilometern ist bereits abgeschlossen. Aufgrund der Beschaffenheit des Rohwassers und der langen Wegstrecke ist die Integration einer Molchstation notwendig: Ein gewisser Eisenanteil sowie Schwebstoffe im Rohwasser müssen mehrmals im Jahr aus der PE-Leitung mit einem sogenannten Molch entfernt werden.
Bei Planung und Konstruktion der Molchstation konnte auf das langjährige Fachwissen der Trinkwassersparte zurückgegriffen werden. Individuell gefertigte Molchstationen sind in den Wasserwerken seit Jahren erfolgreich im Einsatz und gewährleisten die zuverlässige Reinigung der Rohwasserleitung.
Die Maßnahme ist in vier Abschnitte unterteilt und wird Ende des Jahres abgeschlossen sein. Im Wasserwerk Ohrte bestehen derzeit noch Kapazitäten zur zusätzlichen Aufbereitung des Rohwassers aus Fürstenau. Durch die fortlaufende Modernisierung und Optimierung des Wasserwerks ist diese zusätzliche Auslastung möglich. Zur Projektvorbereitung wurde bereits vor vier Jahren eine Rohwasserleitung von den Brunnen vier und fünf in Fürstenau verlegt; nun wird die Leitung über sechseinhalb Kilometer bis nach Ohrte fortgeführt.
Nach Abschluss der Arbeiten werden alle Rohwasser-Brunnen von Fürstenau über Ohrte angesteuert. Zur finalen Inbetriebnahme sind in nächster Zeit noch weitere Modernisierungsmaßnahmen erforderlich. Weit in die Zukunft gedacht, wäre zudem der Bau einer dritten Aufbereitungsstraße am Wasserwerk Ohrte.
