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11.05.2026 Neue Schlammbehandlung für Kläranlage Bersenbrück

Fördergelder vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Bersenbrück. Der Ausbau der Schlammbehandlung auf der Kläranlage Bersenbrück hat begonnen. Mit dem Start der Bauarbeiten setzt der Wasserverband Bersenbrück einen wichtigen Schritt zur zukunftsfähigen und effizienten Verarbeitung von Klärschlämmen um. Einige Arbeiten werden in Eigenleistung erbracht. Dazu zählen insbesondere die notwendigen Erdarbeiten für den Behälterbau. Vergeben wurden die ersten Teilarbeiten wie der Behälterbau, Fundamente und Bodenplatten. Auch der Bau eines Technikgebäudes am Fermenter, eines Pumpenraums und verschiedene Metall- und Schlosserarbeiten gehören zu den ersten Projektabschnitten.

Ziel ist die Errichtung einer neuen Faulanlage, in der der teilstabilisierte Klärschlamm künftig direkt vor Ort behandelt wird. Unterstützt wird die Erweiterung der Kläranlage Bersenbrück durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU). Das Ministerium fördert im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative Projekte, die zu einer nachhaltigen Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen führen. Neben den eigenen Schlämmen werden zukünftig auch die Klärschlämme der Kläranlagen Neuenkirchen und Fürstenau verarbeitet. Darüber hinaus ist vorgesehen, Flotatschlämme aus der Abwasservorbehandlung zweier Industrieunternehmen sowie Klärschlamm der Kläranlage Neuenkirchen-Vörden aufzunehmen und gemeinsam zu behandeln.

Im Zuge der Baumaßnahme wird die Anlage um zwei zusätzliche Lagerbehälter erweitert: einen für Klärschlamm und einen für Co-Substrate wie beispielsweise Flotatschlämme. Herzstück der neuen Anlage ist ein Fermenter, in dem vertikale Rührwerke eine gleichmäßige Durchmischung der Schlämme sicherstellen.

Das im Prozess entstehende Faulgas wird in einem Gasspeicher zwischengelagert und in einem Blockheizkraftwerk zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Der erzeugte Strom dient der Deckung des Eigenbedarfs der Kläranlage, während die anfallende Wärme zur Beheizung des Fermenters eingesetzt wird. Für zusätzliche Betriebssicherheit sorgt eine Gasfackel, die bei Bedarf Gas minderer Qualität umweltgerecht abbrennt. Die Fertigstellung der Erweiterung ist für 2028 geplant.