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120 Jahre Abwasserwirtschaft und jede Menge Erfahrung

Wasserverband Bersenbrück ehrt Mitarbeiter zu ihrem 40-jährigen Dienstjubiläum

Bersenbrück. Mit jeweils 40 Dienstjahren blicken Jürgen Hemme, Dirk Lindemann und Jürgen Röwer gemeinsam auf eine beeindruckende Bilanz von über einem Jahrhundert Engagement für die Abwasserwirtschaft zurück. Alle drei gehören zu den ersten Jahrgängen, die den damals neu eingeführten Ausbildungsberuf des Ver- und Entsorgers erlernt haben. „Die Idee, etwas im Bereich der Umwelt zu machen, hat mich bei meiner Entscheidung bestärkt,“ erklärte Dirk Lindemann, der heute Betriebsleiter der Kläranlage Quakenbrück ist. Seit vier Jahrzehnten begleiten die drei Fachmänner die Entwicklung der kommunalen Abwasserwirtschaft. Von ihrer Ausbildung bei der jeweiligen Kommune und den Betriebsfahrten mit einem Mofa bis hin zur modernen Infrastruktur: Die Abwasserwirtschaft hat eine enorme Entwicklung durchlaufen. Ein entscheidender Impuls für die Modernisierung war die Übernahme der Abwassersparte durch den Wasserverband Bersenbrück. Zunächst 1998 von der Samtgemeinde Artland und 2009 von der Samtgemeinde Fürstenau. Diese Schritte lösten ein kontinuierliches Investitionsprogramm aus und eine stetige Modernisierung aller Anlagen. „Durch den Ausbau und strengere Anforderungen konnte die Belastung der Gewässer verringert und die ökologische Qualität verbessert werden,“ erklärten die Jubilare einstimmig. Allerdings habe sich der Arbeitsalltag sehr gewandelt. „Während früher das handwerkliche Geschick im Vordergrund stand, nimmt der administrative Aufwand heute einen größeren Raum ein,“ erläuterten Jürgen Hemme und Jürgen Röwer von der Kläranlage Fürstenau. Man müsse jedoch auch die Vorteile sehen: Eine detaillierte Dokumentation und die präzise Überwachung der Emissionswerte sichern die hohe Reinigungsleistung der Anlagen. Gleichzeitig sorgen umfassende Arbeitsschutzauflagen und Qualitätsmanagementsysteme dafür, dass sowohl die Umwelt als auch die Mitarbeitenden bestmöglich geschützt werden“, so die Jubilare. „Die Abwasserwirtschaft hat sich gewandelt und ist heute nicht mehr nur Entsorgung, sondern ein wichtiger Teil von Umwelt- und Ressourcenschutz. Die vierte Stufe ist dann zukünftig die Spurenstoffelimination und Rohstoffrückgewinnung. Alle Erweiterungen funktionieren allerdings nur, wenn Fachleute wie Sie mit ihrem Wissen hinter den Anlagen und den betrieblichen Abläufen stehen,“ bedankte sich Geschäftsführer Ralph-Erik Schaffert.