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17.6.2024 Von der Kläranlage gereinigt in den Fluss

Grundschulkinder aus Gehrde forschen an der Ueffelner Aue

Bersenbrück/Alfhausen. Quakende Frösche und zutrauliche Lauf-Enten begrüßten die 40 Schülerinnen und Schüler der Grundschule Gehrde an ihrem Projekttag an der Biologischen Station Haseniederung. Die Untersuchung der Ueffelner Aue stand für die Kinder auf dem Stundenplan. Zuvor hatten die beiden dritten Klassen die Kläranlage Bersenbrück besucht. „Ein Leben in den Gewässern wäre ohne die umfangreiche Säuberung des anfallenden Abwassers gar nicht möglich. Gut arbeitende Kläranlagen sind die Grundlage für den Schutz aller Bäche, Seen und Flüsse“, erläuterten Betriebsleiter Michael Lohbeck und Abwasserfachmann Finn Mauritz.

Kein Gewässerschutz ohne gereinigtes Schmutzwasser

Spannend war für die Kinder dabei, dass die Reinigung des Schmutzwassers von der Natur abgeguckt wird. Durch die Zugabe von Bakterien wird das natürliche Reinigungsverhalten von Gewässern nachgeahmt.

Nach dieser Besichtigung war die eigene Feldforschung gefragt und mit Gummistiefeln und Keschern ausgerüstet, ging es los zur Ueffelner Aue. Dabei wurden unter anderem geschützte Arten wie Eintagsfliegenlarven und Köcherfliegenlarven gekeschert. Nach einer gründlichen Untersuchung mit einer Lupe wurden die kleinen Lebewesen wieder in ihren natürlichen Lebensraum zurückgegeben. Nach der Bestimmung der Tierwelt im Bach konnten die Kinder selbstständig herausfinden, ob der Bach sauber ist oder durch Schadstoffeintrag zu stark belastet wird. „Die Kleinlebewesen in den Gewässern sind ein sehr guter Indikator dafür, ob das Ökosystem hier intakt ist“, erläuterte Dr. Simone Steinmann von der Biologischen Station. In enger Kooperation zwischen dem Wasserverband Bersenbrück und der Biologischen-Station-Haseniederung werden Projekte entwickelt, die Schülerinnen und Schüler neugierig machen sollen auf das, was uns das Wasser erzählen kann.  

Den Kindern dabei bereits in jungen Jahren Natur- und Gewässerschutz durch eigene Beobachtungen nahe zu bringen und sie für das enge Zusammenspiel zwischen Mensch und Umwelt zu sensibilisieren, sei eine grundsätzliche Aufgabe. Je früher diese Zusammenhänge begriffen würden, desto besser präge sich das Wissen ein, erklärte die Schulleiterin der Grundschule Gehrde, Bärbel Kolfen.